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Das aktuelle Schwerpunkt-Thema des Bucerius Lab „Redaktionelle Gesellschaft“ zielt auf den Umgang mit Medien, Nachrichten und Informationen in unserer Gesellschaft sowie auf das Herstellen von Öffentlichkeit ab. Ein zentraler Punkt ist die Nachrichtenkompetenz.
 
Das Team des Bucerius Lab geht dazu in innovativen Formaten unter anderem folgenden Fragen nach:

  • Welche Informationen sind im Umlauf, wenn jede:r durch digitalen Fortschritt leicht Massen von Menschen erreichen kann, aber nicht jede:r journalistische Grundsätze kennt oder eine redaktionelle Ausbildung hat?
  • Wie unterscheiden sich Fakten von Meinungen und Haltungen?
  • Einen großen Teil unseres Wissens erwerben wir durch Medien. Sie konstruieren unser Weltbild. Welche Folgen hat das für Einstellungen und auch politische Prozesse?
  • Wie können wir ein lebenswertes Miteinander schaffen und im informierten Austausch sein, auch wenn wir anderer Meinung sind?

Das Konzept der redaktionellen Gesellschaft ist (noch) eine wünschenswerte Utopie, in der Menschen reflektiert mit Medien und Informationen umgehen, die Öffentlichkeit mitgestalten und an Demokratieprozessen teilhaben – im digitalen wie physischen Raum. Sie sind sich der Wirklichkeitskonstruktion durch Medien sowie dem Aktionsmodell von Plattformen im Gegensatz zu journalistisch kuratierten Massenmedien bewusst und kennen die psychologischen Mechanismen hinter ihrer Wahrnehmung der Welt. Ihre eigene Kommunikation orientiert sich an einem Wertegerüst des öffentlichen Sprechens.

Aktionslabor: Mit seinen fünf interaktiven Stationen und kontextualisierenden Infosäulen tourt das Aktionslabor „Redaktionelle Gesellschaft“ inzwischen durch weite Teile Deutschlands. Die Hands-on-Ausstellung informiert Besucher:innen spielerisch über Nachrichten- und Informationskompetenz – vor allem diejenigen, die das Thema für sich bisher noch nicht als relevant angesehen haben. Die Stationen laden zum Perspektivwechsel ein, machen Deepfakes erfahrbar und veranschaulichen auf emotionale Weise, wie irreführend verkürzte Schlagzeilen sein können. Aufgebaut wird es zwischen Cuxhaven und Neckarsulm dort, wo die Menschen sind: An alltäglichen Orten wie Bibliotheken, Volkshochschulen oder Einkaufszentren.

Das Aktionslabor gibt es auch als Mini-Version im leicht transportierbaren Koffer. Dieser beinhaltet drei der großen Stationen als handliche Alternative. Er benötigt wenig Ausstellungsfläche und punktet, wie das große Aktionslabor dadurch, dass die Anwendung der Stationen selbsterklärend ist. Mit einer E-Mail an aktionslabor@zeit-stiftung.de können Interessierte das Mini-Aktionslabor für Nachrichten- und Informationskompetenz bestellen und spielerisch vor Ort aufklären.

Ansprechpartnerin:
Dr. Amelie Zimmermann, Leiterin Bucerius Lab, zimmermann@zeit-stiftung.de

Abgeschlossene Projekte in diesem Bereich:
Mit dem Projekt „Mut zur Gegenrede“ haben wir als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS die Medienkompetenz Erwachsener mit informativen Webinaren zu Hassrede, Verschwörungserzählungen und Desinformation gefördert. Auch für Lehrkräfte haben wir mit der Multiplikator:innenforbildung „Redaktionelle Gesellschaft“ eine Weiterbildungsmöglichkeit geschaffen. Mit einem deutschlandweiten Netzwerk von Expert:innen wurden Lehrkräfte dabei unterstützt, Medienkompetenzen in ihren jeweiligen Lehrfächern zu fundieren.

 

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