Ort: Helmut Schmidt Auditorium, Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, Hamburg
Im Rahmen des Debattenforums der Bucerius Law School
„Du bist mir fremd geworden. Ich bin mir fremd. Das ist mir fremd. Ich fühle mich fremd.“ Wir erfahren Fremdheit in Beziehungen, in der Liebe, in Institutionen, in sozialen Milieus, in anderen Ländern ebenso wie im eigenen. Sie reicht von intimen Verletzungen über Anpassungsschwierigkeiten bis hin zu gesamtgesellschaftlichen Fragen. Das Fremde kann als Bereicherung betrachtet werden. Häufiger jedoch wird es als Bedrohung empfunden, abgewertet und bekämpft.
Debatten über Leitkultur, Einwanderung, Doppelpass oder eine vermeintlich drohende „Überfremdung“ prägen den politischen Diskurs. Hinzu kommen Forderungen nach Homogenität oder Assimilation. Dabei wird das Fremde stets konstruiert, nicht zuletzt, um das Eigene zu identifizieren. Individuelle wie kollektive Identitäten scheinen ohne Abgrenzung zum Fremden kaum möglich zu sein.
Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Jurist, Philosoph, Publizist, Autor und Moderator, und der Musiker, Texter, Komponist und Gründungsmitglied von „Die Prinzen”, Sebastian Krumbiegel sprechen an diesem Abend über einen fundamentalen Aspekt menschlicher Existenz und unverzichtbaren Topos der Organisation des Sozialen. Musikalisch begleitet wird der Abend durch Lieder von Sebastian Krumbiegel.
Eintritt frei. Anmeldung und weitere Informationen HIER.
Eine Veranstaltung des Debattenforums der Bucerius Law School in Zusammenarbeit mit dem Dieter Pawlik Stiftungslehrstuhl Kritik des Rechts.