22. September 2026,
19:00 Uhr
Literatur:
HörSalon – Die Zukunft der Erinnerung: Wie sich das Gedenken wandeln muss

Ort: Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg

In der Reihe „HörSalon“

Lange galt die deutsche Erinnerungskultur als besonders gründlich, aufrichtig und vorbildlich. Inzwischen aber steckt sie in einer tiefen Krise: Viele empfinden sie als allzu ritualisiert; obendrein wird sie durch das Erstarken rechtsextremer Kräfte zunehmend in Frage gestellt. Wie also muss sich das Gedanken in Zeiten von Krisen und KI verändern? Wie soll ein Erinnern ohne Zeitzeug:innen aussehen?

Die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann erforscht seit langem den Wandel in der Erinnerungskultur. „Was wir aus der Vergangenheit zurück ins Gedächtnis holen, bestimmt unsere Zukunft“, sagt die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels. Welche Formen sind dafür aber heute geeignet? In ihrem Buch „Gedenken neu denken“ macht die Autorin Susanne Siegert, mit ihrem Account @keine.erinnerungskultur eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur, konkrete Vorschläge: weniger formelhafte Rückschau; stärkere Betonung der heutigen Verantwortung von uns allen. Der Historiker Jacob Eder wiederum meint, dass der „Holocaust-Erinnerungsweltmeister“ im Kampf gegen den Antisemitismus versage. Haben wir es uns in unserer Erinnerungskultur zu bequem gemacht?

Moderation: Alexander Solloch, NDR Kultur

Eintritt frei. Anmeldung und weitere Informationen HIER

NDR Kultur zeichnet den Abend auf und strahlt den Mitschnitt voraussichtlich am 08. November 2026 um 20 Uhr in der Sendung „Sonntagsstudio“ aus.

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