05. November 2026,
19:00 Uhr
Talk:
Denken in Existenzbedingungen

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, Hamburg

Was ist heute, 100 Jahre nach seiner Geburt und über 40 Jahre nach seinem Tod, noch aktuell an Michel Foucaults Denken?

Dieser Frage widmet sich Frieder Vogelmann in seinem Vortrag „Denken in Existenzbedingungen. Foucault für die Gegenwart“ im Rahmen der Tagung „Macht und Wissenschaft – auf Michel Foucaults Spuren“.

Nicht Foucaults kontrovers diskutierte Diagnosen vom „Tod des Menschen“, von der „Disziplinargesellschaft“ oder der „Biopolitik“ sind geblieben, stellt Vogelmann als erste These auf, sondern seine Vorgehensweise. Diese sollte – zweite These – als ein Denken in Existenzbedingungen rekonstruiert werden: Foucault untersucht nicht transzendentalphilosophisch die Bedingungen der Möglichkeit, sondern analysiert archäologisch-genealogisch die Bedingungen unserer Existenz entlang der drei Dimensionen von Wissen, Macht und Selbstverhältnissen. Diese alternative Form des Philosophierens freizulegen, ermöglicht es, so Vogelmanns dritte These, kritische Diagnosen unserer Gegenwart zu erstellen, anstatt alte Diagnosen aus Foucaults Gegenwart bloß zu verlängern.

Begrüßung: Lorène Lemor, Generalkonsulin von Frankreich und Christina Schües, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für französischsprachige Philosophie

Moderation: Vojta Drápal

Eintritt frei. Anmeldung und weitere Informationen hier.

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