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Handlungsfähigkeit stärken: Kuratorium bewilligt Projekte zu Journalismus, Demokratieerhalt, wissenschaftlichem Nachwuchs, Erinnerungskultur und Antisemitismus-Prävention

Das Kuratorium der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS hat in seiner Sitzung am 20. April 2026 insgesamt 13 Vorhaben mit einem Volumen von über 2,5 Mio. Euro bewilligt. Dabei legte das Gremium einen Schwerpunkt auf die Themen Jüdisches Leben und Antisemitismus-Prävention, Medienkompetenz und Lokaljournalismus sowie die Stärkung der Demokratie, insbesondere in Ostdeutschland. Die geförderten Initiativen unterstützen unsere Strategie, bestehende Projekte auszubauen und Bündnisse mit weiteren Organisationen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen zu intensivieren.

Die Sichtbarkeit jüdischen Lebens gehört zu den Grundlagen einer offenen Demokratie

Die Förderung von Erinnerungskultur ist uns als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS seit jeher ein besonderes Anliegen. Daher hat das Kuratorium die Förderung des Projektraums „Wegmarken jüdischer Geschichte“ im Altonaer Museum befürwortet ebenso wie die dortige Sonderausstellung „Jüdische Identitäten“.

Nachhaltige Bildungsarbeit ist besonders dort wirksam, wo historische Verantwortung, Gegenwartsfragen und persönliche Erfahrungen miteinander verbunden werden – auch in künstlerischer Form. Daher hat das Kuratorium sich für das Austauschprogramm „Echoes of Hope“ am Helmut-Schmidt-Gymnasium in Hamburg-Wilhelmsburg ausgesprochen, das Begegnungen zwischen Schüler:innen aus Hamburg und Israel ermöglicht.

In Berlin engagiert sich die Stiftung für ein weiteres Jahr für die diskursive Reihe „Akademie-Forum“ der Berliner Barenboim-Said Akademie und unterstützt so den Austausch zu gesellschaftspolitischen, literarischen und kulturellen Fragen aus Israel und Palästina.

Von der Lokalredaktion bis zur Berichterstattung aus dem Exil: Fortsetzungen und neue Vorhaben in der Presseförderung

Freiheiten zu verteidigen bedeutet, Pressefreiheit und unabhängige Berichterstattung zu stärken. Mit dem „Zentrum für visuelle Medien“ schafft die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS in Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg einen spezifischen Ort für Medienkompetenz im Haus der Photographie. Regelmäßiger Austausch und gemeinsame Planungsworkshops sind im Rahmen der Förderung die Grundlage dafür, dass das Zentrum zu einer gesellschaftlich relevanten, nachhaltigen Bildungsinitiative an einem der wichtigsten Orte für zeitgenössische Fotografie in Europa wird. Es stärkt Hamburg zudem als Standort für Medienkompetenz.

Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS setzt sich des Weiteren für Lokaljournalismus und die Handlungsfähigkeit von Journalist:innen ein: Das neu geförderte Workshop-Programm „Local Heroes“ der Henri-Nannen-Journalistenschule ermöglicht zwölf Lokaljournalist:innen einmonatige Fortbildungen zum Ausbau ihrer Kompetenzen.

Mit der Förderung eines weiteren Programms für Lokaljournalismus stärkt die Stiftung auch in ostdeutschen Ländern Lokalredaktionen. Gefördert wird auch weiterhin der von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS mitgegründete „Media Forward Fund“, der lokale und regionale Medien im DACH-Raum mit je bis zu 400.000 € unterstützt, sowie das Programm „Von Pilot zu Umsetzung: Mikroförderungen im Exiljournalismus“ des JX Fund. Letzteres Vorhaben ermöglicht eine unabhängige Berichterstattung und fördert die Medienvielfalt in Herkunftsländern von Journalist:innen, die zur Flucht gezwungen waren.

Den Zusammenhalt in Ostdeutschland stärken und Freiräume für die Herausforderungen der Gegenwart schaffen: „Zukunftswege Ost“ und „Uncertainty“

Wir als ZEIT STFITUNG BUCERIUS unterstützen Vorhaben, die demokratische Werte verteidigen und die Zivilgesellschaft stärken. „Über Demokratie nur zu reden, genügt nicht mehr“, schrieb dazu unser Kuratoriumsvorsitzender Burkhard Schwenker im Frühjahr auf LinkedIn. Die von der Stiftung mitgegründete Gemeinschaftsinitiative „Zukunftswege Ost“ bietet daher die Chance, das demokratische Engagement der Zivilgesellschaft in den ostdeutschen Ländern nachhaltig zu stärken. Der Zusammenschluss von Stiftungen, Unternehmen und Medien stellt Mikroförderungen in besonderen Fokusregionen zur Verfügung – bislang wurden mehr als 1.700 Projekte unterstützt. Das Kuratorium der Stiftung hat beschlossen, dieses Engagement auch in den Jahren 2026 und 2027 fortzusetzen.

Die Förderung des Doktorandenprogramms „Uncertainty“ ermöglicht es einem dritten Jahrgang von jungen Wissenschaftler:innen, sich mit den vielfältigen Dimensionen von „Ungewissheit“ auseinanderzusetzen. Außerdem stellte das Kuratorium der Stiftung Mittel für die Bucerius Summer School im Jahr 2027 zur Verfügung. Dabei kommen junge Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt in Hamburg zusammen, um Fragen der internationalen Politik zu diskutieren.

Darüber hinaus beschloss das Kuratorium im Rahmen der Frühjahrssitzung die Verlängerung von zwei weiteren Vorhaben: So wird die Förderung des Stiftungsbüro Hamburg bis 2028 fortgesetzt. Auch das Programm „Sammlung Falckenberg zu Gast“, das hochkarätige Kunstausstellungen an der Bucerius Law School präsentiert und mit der Veranstaltungsreihe „Hinter den Bildern – Diskussionen zu Gesellschaft, Kunst und Recht“ begleitet, wird für ein weiteres Jahr gefördert.

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