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Auch 2024: Fragen der Gegenwart in Literatur reflektieren

Manchmal braucht es eine gute Geschichte, um die Welt ein wenig besser zu verstehen, einen eindrücklichen Text, ein Gedicht oder eine spannende Kurzgeschichte, um zu begreifen. Neben Nachrichten, Fakten und sachlichen Informationen ist häufig die Literatur eine Hilfe, um Menschen Orientierung im Leben zu geben und Räume zum Nachdenken über die Gegenwart zu schaffen. Literatur ist ein Spiegel der Gesellschaft – ein Spiegel, der auch neue unerwartete Perspektiven eröffnet.

Diesen Perspektiven geht seit fast fünf Jahren das Format „Literatur zur Lage“ der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS erfolgreich nach. In der Reihe schaut NDR Kultur-Redakteur Jan Ehlert gemeinsam mit verschiedensten Schriftsteller:innen auf die Weltliteratur sowie auf  eigene Werke der Autor:innen und diskutiert Beiträge, die beim Verständnis der Gegenwart und Weltlage helfen können. Zu Gast waren bisher u.a. die Autor:innen Sharon Dodua Otoo, Dörte Hansen, Marlene Streeruwitz, Uwe Timm, Tomasz Jedrowski, Hilal Sezgin, Ilja Trojanow oder Teresa Präauer. Die Veranstaltungsreihe findet seit jeher im Auditorium des Bucerius Kunst Forums in Hamburg statt.

Termine 2024: Start-Veranstaltung zu Einfluss und Einschränkung von Künstlerinnen

Auch in 2024 greifen wir gemeinsam mit Jan Ehlert wieder Themen auf, die Gesellschaften im Hier und Jetzt bewegen: Es geht um die Herausforderungen von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen, um Erzählungen von Sinti und Roma oder um das Zusammenspiel von Literatur und künstlicher Intelligenz.

Die Veranstaltungen greifen mitunter thematische Aspekte  der Ausstellungen im Bucerius Kunst Forum auf. So behandelt die aktuelle Werkschau „Geniale Frauen“ die Geschlechterverhältnisse und unterrepräsentierte Künstlerinnen verschiedener Kunstepochen. Und auch in der ersten Veranstaltung von „Literatur zur Lage“ unter dem Titel „Muse oder Meisterin? Geschichten über Einfluss und Einschränkungen von Künstlerinnen“ am 18. Januar 2024 schauen NDR Kultur-Redakteur Jan Ehlert und die Schriftstellerin Annette Pehnt auf die Herausforderungen von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen im Laufe der Zeit: Über Jahrhunderte haben Schriftstellerinnen in ihren Werken oder Biografien die Schwierigkeit hervorgehoben, sich als Künstlerin durchzusetzen, von Harriet Burden oder Siri Hustvedt bis Else Urys Lilli. Virginia Woolf machte in „Ein Zimmer für sich allein“ deutlich, wie die Gesellschaft Künstlerinnen benachteiligte. Wie ein solches Zimmer zur Keimzelle von Künstler:innenschaft werden kann, davon erzählt Annette Pehnt in ihrem Roman „Die schmutzige Frau“ und diskutiert im Gespräch mit Jan Ehlert, was das für Kunstschaffende unserer Zeit bedeutet. Schauspielerin Lisa Hagmeister liest dazu Texte u.a. von Virginia Woolf, Sophie von La Roche und Fjodor Dostojewski.

“Virginia Woolf machte in „Ein Zimmer für sich allein“ deutlich, wie die Gesellschaft Künstlerinnen benachteiligte. Wie ein solches Zimmer zur Keimzelle von Künstler:innenschaft werden kann, davon erzählt Annette Pehnt in ihrem Roman „Die schmutzige Frau“ und diskutiert im Gespräch mit Jan Ehlert, was das für Kunstschaffende unserer Zeit bedeutet. ”

Ausblick: Geschichten von Sinti und Roma und künstliche Intelligenz in Literatur

Weitere Frühjahrstermine in der Reihe „Literatur zur Lage“ sind für Ende Februar und April 2024 geplant. Der Vorverkauf startet am 6. Februar über das Bucerius Kunst Forum, Details gibt’s auch im Newsletter der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS oder über unsere Veranstaltungsseite.  
Im Februar widmen sich Jan Ehlert und Jovan Nikolić, der stellvertretende Vorsitzende der International Romani Writers Association, literarischen Erzählungen von Sinti und Roma: Erst im 20. Jahrhundert kamen Sinti und Roma verstärkt auch selbst als Autor:innen zu Wort, wie Bronislawa Wajs oder Philomena Franz. Wovon erzählen sie heute? Und wie hat sich der Blick in der Literaturgeschichte verändert?
Im April blicken wir auf die Verbindung von künstlicher Intelligenz und Literatur. Was passiert, wenn die Menschheit eine ihr überlegene Intelligenz erschafft und ihr zum Beispiel auch das Schreiben von Romanen überlässt? Das hat Hannes Bajohr in seinem Roman „Berlin, Miami“ literarisch erforscht. Mit ihm spricht Jan Ehlert darüber, wie Autor:innen künstliche Intelligenz bisher einsetzten, welche Ängste und Hoffnungen Literat:innen mit ihr verbanden und welche Voraussagen sich inzwischen bewahrheitet haben.

Tickets über Online-Portal des Bucerius Kunst Forum

Karten für die Veranstaltung „Muse oder Meisterin? Geschichten über Einfluss und Einschränkungen von Künstlerinnen“ am 18. Januar 2024, 19.00 Uhr, mit Annette Pehnt sind über das Ticket-Portal des Bucerius Kunst Forums erhältlich (ab 8,-/10,- Euro). Tickets für weitere Termine folgen.

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